TSV Weinsberg – SG Pforzheim Eutingen 25:30 (12:15)

Zweite Heimpleite für die Herren I des TSV Weinsberg!

Ein intensives und schnelles Kampfspiel von zwei starken Mannschaften erlebten die zahlreich in die Weibertreuhalle gepilgerten Handball-Fans der beiden Oberliga-Spitzenmannschaften. „Pforzheim-Eutingen war heute den entscheidenden Tick besser und hat letztlich verdient gewonnen“, gratulierte Weinsbergs Trainer Stefan Fähnle beim Trainertalk nach der Partie seinem Trainerkollegen Alexander Lipps. Seine Verletztenliste mit Leistungsträgern wie Roland Kroll, Alexander Ruck oder Dennis Geiger ließ Fähnle nicht als Entschuldigung gelten: „Probleme mit verletzten Spielern haben andere Mannschaften auch“.

Auf der anderen Seite zollte Weinsbergs Coach seiner Mannschaft für eine tolle kämpferische Leistung Respekt, die in der zweiten Halbzeit einen sechs-Tore Vorsprung der Gäste wettmachte und in den Schlussminuten fast die Wende zum Guten geschafft hätte. „Meine Männer haben Moral und große kämpferische Leistung gezeigt“, lobte Fähnle. Dass der lange verletzte Maximilian Schulze wieder mitwirken konnte, gab den Gastgebern in den ersten 15 Minuten Auftrieb. Auch wenn der TSV in der zweiten Minute den ersten Treffer zum 0:1 fing, brachte Schulze sein Team mit einem Doppelschlag bis zur 5. Minute mit 2:1 in Führung. Umgehend gelang den Gästen mit dem ersten Siebenmeter des Spiels in der 7. Minute der Ausgleich. Bis zum 7:7 durch den starken Moritz Wahl in der 15. Minute sahen die Fans ein Spiel auf Augenhöhe. Unerklärlicherweise verloren die Kernerstädter dann den (Spiel-) Faden. Kapitän Sven König, für Schulze eingewechselt fand zunächst nicht die nötige Bindung zu seinen Mitspielern. beim Stand von 7:9 zog Stefan Fähnle erstmals die grüne Karte für eine Auszeit. Die Maßnahme zog nicht. Vier Tore kassierte der starke Fabrice Wersch zwischen den Weinsberger Pfosten, ehe Rico Reichert in der 24. Minute wieder für den TSV mit einem frechen Heber erfolgreich war. Die Anfangs von Jan König flexibel organisierte Abwehr bekam die schnellen Gäste-Angreifer nicht in den Griff. Dass die Schiedsrichter kurz vor der Pause einige Siebenmeter gegen Weinsberg pfiffen, auf der Gegenseite aber der Pfiff zweimal ausblieb, tat ein übriges. Mit Fabrice Wersch als starkem Rückhalt bewiesen Sven König und Co Moral. Der TSV verkürzte bis zur letzten Spielminute in Hälfte eins auf 12:14. Mit der Pausensirene kassierte die Fähnle-Sieben unnötigerweise das 12:15.

In Halbzeit zwei knüpfte die SG-Pforzheim-Eutingen an ihre starke erste Halbzeit an und setzte sich gleich auf 15:20 ab. Unverdrossen kämpfte der TSV mit großer Moral weiter, verkürzte Tor um Tor. Der Jubel in der Halle war groß, als Mark Leinhos in der 47. Minute den Anschlusstreffer zum 21:22 erzielte. Alexej Prasolov gelang in derselben Minute der Ausgleich zum 22:22. Bei den Weinsberger Fans keimte wieder die Hoffnung auf einen Heimsieg auf, als der frech aufspielende Moritz Wahl nur zwei Minuten später die 23:22 Führung erzielte. Doch der Hoffnungsfunke glomm nur kurz. Eiskalt nutzte die SG am Ende ihre Chancen, während technische Fehler und frühe Abschlüsse die Weinsberger Möglichkeiten zu Nichte machten. So stand es am Ende 25:30. für die Goldstädter aus Baden. „Um gegen so ein Topteam zu gewinnen, braucht man mehr als acht fitte Feldspieler und alle müssen eine Spitzenleistung bringen“, meinte Weinsbergs Kapitän Sven König. „Wir haben einige Angriffe zu für abgeschlossen, wir hätten einfach cleverer sein müssen“, kommentierte Stefan Fähnle die zweite Heimniederlage des TSV, mit der sein Team von Tabellenplatz drei auf Platz fünf zurückfiel.

Es spielten: Wersch, Hölzl (Tor), Schulze (2), R. Reichert (5), Leinhos (6/3), Schwerdtle, J. König (2), S. König, Prasolov (2), F. Reichert, Wahl (8) Bollmann. Siebenmeter: TSV 3/3, SG 9/9

gud